COMPUS erklärt wissenswerte Begriffe

ASP

Der Application Service Provider betreibt ein hochverfügbares Rechenzentrum und stellt von dort aus Anwendungen über ein Weitverkehrs-Datennetz vielen Anwendern zur Verfügung. Gegen eine monatliche Mietgebühr nutzt der Kunde die Programme des ASP und erspart sich dadurch erhebliche Investitionskosten für Implementation und Betrieb in ein komplexes Daten- und Anwendungsnetzwerk.

Balanced Scorecard

Ausgeglichener Berichtsbogen, der innerhalb eines Managementssystems erstellt, verändert und weiterentwickelt wird. Hierfür werden ausgehend von der Strategie konkrete Ziele für die Perspektiven Finanzen, Kunde, interne Geschäftsprozesse (Sortiment/Lieferant), Lernen und Entwicklung (Mitarbeiter) definiert.

Barcode

Information, die in einem Muster von Strichen unterschiedlichen Abstands verschlüsselt werden und von einem optischen Lesegerät gelesen und als numerischer oder alphanumerischer Identifikationscode identifiziert werden kann.

BASEL II

Auf Basis bestehender Ratings (= Bewertung oder Einstufung oder Bonität des Betriebes) erstellte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Gremium von Bankenaufsichtsbehörden mit Sekretariat in Basel) diverse Konsultationspapier(e). Diese sind in Zukunft die Grundlage für eine Bewertung der Bonität von Firmen durch Banken als Grundlage für die Kreditvergabe.

B2A

Business to Administration - Ausübung von Beziehungen zwischen Unternehmen und administrativen Stellen und Behörden über das Internet.

B2B

Business to Business - Ausübung von Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen über das Internet. Dabei handelt es sich in der Regel um geschlossene Benutzergruppen, welche durch den anonymen Internet-Anwender nicht zugänglich sind.

B2C

Business to Consumer - Handelsbeziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten. Unternehmen bieten beispielsweise Ihre Produkte im Internet an, der Konsument kann Sie über das Internet direkt bestellen. B2C Anwendungen sind in der Regel öffentlich zugänglich.

Benchmarking

Benchmarking beinhaltet den Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und insbesondere Prozessen zwischen Unternehmen. Die Gegenüberstellung wichtiger Leistungskennzahlen zeigt, wo ein Unternehmen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern steht. Darüber hinaus können erfolgreiche Vorgehensweisen von Spitzenunternehmen (Best Practice) übernommen werden oder Anregung zur unternehmensinternen Innovation geben.

Category Management

Steht für die ganzheitliche Planung und Steuerung von Warengruppen (Categories) als strategische Geschäftseinheiten. Heute insbesondere als Organisationsform vertikal ausgerichteter Prozessketten definiert: Der Category Manager ist im Rahmen seiner Category für die gesamte warenwirtschaftliche Kette vom Lieferantenmanagement über Sortimentsplanung, Produktentwicklung/Design, Beschaffung, Best- / Slowsellermanagement bis zum Flächenmanagement verantwortlich.

C2C

Consumer to Consumer - Handelsbeziehungen zwischen Konsumenten. Typische Beispiele für C2C-Anwendungen sind Internet-Auktionen.

Controlling

Controlling ist ein funktionsübergreifendes Steuerungsinstrument, das den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch zielgerichtete Informationsverarbeitung unterstützt. Controlling sollte nicht mit einer vergangenheitsbezogenen Kontrolle verwechselt werden, sondern ist vielmehr gegenwarts- und zukunftsbezogen.

CRM

Bedeutet die ganzheitliche Bearbeitung der Beziehung eines Unternehmens zu seinen Kunden. So ist die Kommunikations-, Distributions- und Angebotspolitik nicht losgelöst voneinander zu betrachten, sondern integriert an den Kundenbedürfnissen auszurichten. Zentrales Meßkonstrukt des CRM-Erfolges ist die Kundenzufriedenheit, die einen Indikator für Kundenbindung und somit letztendlich für den langfristigen Unternehmenswert darstellt. Die Ausrichtung an der Kundenzufriedenheit ist von der Marktseite auf die Produktionsseite zu transportieren und somit vollständig im Unternehmen zu implementieren. CRM- und CAS (= Computer Aided Selling)-Systeme sind dabei Instrumente und Methoden, die häufig DV-gestützt in Marketing und Vertrieb eingesetzt werden und nicht nur die Effizienz, sondern insbesondere auch die Effektivität der Kundenbearbeitung fördern sollen. Die durch neue Informationsverarbeitungstechnologien wesentlich detaillierter aufnehm- und aufbereitbaren Kundendaten erlauben eine differenziertere Marktbearbeitung und finden ihre Vollendung im One-to-One-Marketing.Microsoft Navision Axapta verfügt über ein äusserst leistungsfähiges integriertes CRM-Modul.

Data Mining

Prozess der Informationssuche in strukturierten Daten zur Aufdeckung nutzbringender und aussagekräftiger Muster, Profile und Trends.

Data Warehouse

Das Data Warehouse ist eine unternehmensweite Datenbank, die im Gegensatz zu den operativ ausgelegten Warenwirtschaftssystemen auf die strategische Geschäftsführung ausgelegt ist.

EAI

(Enterprise Application Integration): Dabei handelt es sich um die Konvertierung von Daten und Befehlen aus dem Format einer Anwendung in das einer anderen, um den Datenaustausch zwischen inkompatiblen Anwendungen zu ermöglichen.

E-Business

Die Abgrenzung von E-Commerce und E-Business ist alles andere als klar, oftmals werden beide Begriffe synonym verwendet. E-Business stellt den umfassenderen Begriff dar und bedeutet die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse. Nicht nur einzelne Geschäftsbereiche wie Vertrieb oder Marketing werden ins Netz verlagert, sondern der gesamte Unternehmensablauf wird vom Netz geprägt.

E-Commerce

Die Gesamtheit des elektronischen Austausches in Verbindung mit kaufmännischen Aktivitäten: Informationsflüsse und Transaktionen mit Produkten oder Dienstleistungen. Nach dieser Definition erstreckt er sich auf die Beziehungen zwischen Unternehmen untereinander, zwischen Unternehmen und Behörden, zwischen Unternehmen und Privatpersonen.

ECR

Efficient Consumer Response - Eine digitale Geschäftsstrategie, bei der Informationen eines Händlers über Laden, Lager, Abverkauf mit den Informationen des Spediteurs über Transportkapazität, Distributionszentren, Lieferwege mit den Daten eines Herstellersüber Produktionskapazität, Lieferzeiten und Produktinformationen integriert, so daß über die gesammte Logistikkette die Lagerhaltung und Lieferzeiten minimiert werden können. Ein optimaler ECR Geschäftsprozess enthält ein Lager beim Händler, in dem die Hersteller die Kapazitäten überwachen und automatisch nachliefern, wenn eine Menge im Regal unterschritten wird (Vendor Managed Inventory), bei der Transporte aus der Fabrik direkt mit den Transporten in die einzelnen Läden verladen werden (Cross Docking) und bei denen die einzelnen Produkte automatisch optimal in den Regalen plaziert werden je nach Nachfragesituation (Shelf Space Optimisation).

EDI

Elektronischer Datenaustausch (Electronic Data Interchange) - Verfahren zur automatisierten Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen unterschiedlichen Organisationen. Bei EDI werden Dokumente, die bisher manuell erstellt und versandt wurden (via Post oder FAX) automatisch elektronisch erstellt und verschickt, bzw. automatisch empfangen und in ein Anwendungssystem eingelesen. Dabei ist kein manueller Eingriff mehr erforderlich, d. h. die Daten werden direkt von einem Computersystem in einer Organisation zu einem anderen Computersystem in einer anderen Organisation auf automatischem elektronischen Wege übertragen. Für die ausgetauschten Daten werden einheitliche Datenformate verwendet, sogenannte EDI Standards.

Edifact

Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport nach ISO 9735 ist ein Standard zum Austausch von Katalogen, Angebots- und Bestandsinformationen zwischen Firmen.

E-Procurement

Bezeichnet die Abwicklung des gesamten Beschaffungsprozess über das Internet und umfaßt Güter, Rohstoffe, Dienstleistungen bis hin zu Gemeinkostenmaterial.

ERP

Abkürzung für "Enterprise Resource Planning". ERP-Systeme sorgen unternehmensweit für gezielte und abgestimmte Abläufe mit Hilfe von gezieltem Management. ERP verbindet Systeme wie z.B. Produktions-, Finanz-, Personal-, Vertriebs-, Materialwirtschaftssysteme. Ein führendes Beispiel ist die betriebswirtschaftliche Standardsoftware Microsoft Navision Axapta.

Intranet

Unternehmensweites Informations- und Kommunikationsnetz; es basiert auf der Technologie des Internets, ist aber kein Teil des öffentlichen Netzes.

MDE

Abk. für Mobile Datenerfassungs Einheit. Systeme zur Erfassung von Artikeldaten, werden meist in Filialen (WE-Erfassung, Inventur) und im Lager eingesetzt.

MIS

Abk. für Management Information System; Oberbegriff für höher verdichtete Analysen und Vergleiche . Zielsetzung ist, aus den Datenmengen der operativen Systeme ein Steuerungsinstrument zu schaffen, das dem Management ein frühzeitiges Gegensteuern ermöglicht.

Multi Channel

Steht für die unterschiedlichen Absatz- und Vertriebskanäle im Handel, z.B. stationärer Handel, Versand, E-Commerce.

OLAP

Abk. für Online Analytical Processing: Steht für die interaktive Analyse von Daten, die in der Regel in mehreren Dimensionen vorliegen. Typische Dimensionen sind z.B. Sortiment, Zeit, Filiale, Kunde.

Online-Marktplatz

Auf einem elektronischen Marktplatz können Anbieter, Zulieferer und Kunden in Echtzeit interagieren und vollelektronisch Geschäfte auf der Grundlage vereinbarter Verträge abwickeln.

Outsourcing

Ausgliederung einzelner Funktionen, Aufgaben oder Aufgabenkomplexe eines Unternehmens.

Portal

Website, die als Einstiegsseite ins Internet von möglichst vielen Besuchern genutzt werden soll. Ein Portal bietet verschiedene Funktionen: Suchmaschine, Email, Börsen- und Währungskurse, aktuelle Nachrichten u.a.

PPS

Effiziente Gestaltung von Fertigungsprozessen, mit der Aufgabe der Produktionsprozessplanung, - steuerung und kontrolle.

Procurement

Umfasst die Kernprozesse des Beschaffungs- und Ordermanagements.

PLM

Product Lifecycle Management: das ist ein Managementwerkzeug für die Verwaltung aller Entwicklungsaktivitäten und Dokumente bei der Planung und Durchführung einer Produktentwicklung inklusive Chancemanagement über die gesamte Produktlebensdauer .

SCM

Supply Chain Management ist das Management der Wertschöpfungskette von Produkten. Über vernetzte Softwaresysteme aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten erfolgt Planung, Steuerung und Optimierung des Material-, Geld- und Datenflusses über alle Stufen von der Forschung und Rohstoffgewinnung, über Produktions-, Veredelungs- und Logistikstufen bis hin zum Absatz an den Endverbraucher und zurück.

Time to market

Der Zeitraum vom Beginn der Entwicklung bis zur Marktreife eines Produktes.

VMI

Abk. für Vendor-Managed Inventory. Instrument zur Verbessserung der Logistikkette. Dabei ist es dem Lieferanten möglich auf die Lagerbestände des Kunden zuzugreifen. Der Lieferant ist dafür verantwortlich, die vorgegeben Lagerbestände aufrecht zu erhalten.

WAP

(Wireless Application Protokoll) Erlaubt den direkten Zugriff von Internet-Inhalten vom Handy aus. Es benutzt als Codesprache WML (Wireless Markup Language) statt HTML. Grafiken werden über das Format WBMP (Wireless Bitmap) dargestellt.

WebShop

So wird eine Web-Site bezeichnet, die dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen dienen soll. Folglich bedeutet Online-Shopping das Aussuchen, Bestellen und Bezahlen von Waren und Dienstleistungen über das Internet. Bei der Konzentration mehrerer virtueller Geschäfte auf einer Web-Site spricht man auch von einem Web-Mall, beim Online-Erwerb von Waren und Dienstleistungen auch von E-Purchase.

Wertschöpfungskette

Ganzheitliche Prozesskette von der Schnittstelle der Vorstufen über die Herstellung, der Planung, dem Einkauf, der Logistikkette bis hinein in die Filialen und deren Steuerung.

XML

Extensible Markup Language genannt XML ist eine moderne Programmiersprache zur Erstellung von Seiten im World Wide Web. XML beinhaltet auch ein Datenformat für den strukturierten Datenaustausch über das WWW. XML selbst ist keine Beschreibungssprache wie HTML, sondern eine Art Metasprache, mit der andere spezialisierte Sprachen erzeugt werden können. XML-Dokumente werden verstärkt eingesetzt, um die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, d.h. den Austausch geschäftlicher Dokumente über das Internet, zu ermöglichen.

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